Fasching

 

 

40. Faschingszug der Brucker Gaßhenker 2010                                     "Steuern für BONUS“

Das war das Motto, mit dem die Jugend der Wasserwacht Ortsgruppe Erlangen am  Faschingszug der Brucker Gaßhenker am 14. Februar teilnahm.

In einer vorangegangenen Gruppenstunde wurde von den Jugendlichen der Wunsch auf Teilnahme am Faschingszug geäußert. Wieder einmal erfüllte Manfred diesen Wunsch und leitete das Projekt mit Unterstützung der Jugendführung.

Steuern eintreiben, damit sie für Bonus wieder ausgeben werden können“, ist ein zeitgemäßes Motto. Haben doch die Banken als Zocker und Geldverbrenner die Regierung gezwungen, sie mit etwa 100 Milliarden Euro vor dem Ruin und damit vor einem Dominoeffekt der Pleiten zu bewahren. Die Verantwortlichen mussten gehen und erhielten noch dazu einen Bonus ! - trotz ihrer Misswirtschaft ! - unglaublich !

Bei den technischen Aufbauten war das Hauptfahrzeug unser Hochwasserboot „Manni“ ohne Motor. Gestaltet wurde aus Karton ein riesiger Trichter, angehängt am Funktionsträger des Bootes. Oben rein in den Trichter kommen „Steuern“ und unten mittels „Geldwandler“ dann „Boni für Bänker“ raus. Einige flatternde Geldscheine wollten einfach nicht auf die Garten-“Bank“ darunter fallen. Von den am Boot angehängten Seitenwänden war zu lesen: „wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?“ Und von hinten wurde dem Zuschauer klar: „abgezockt – ihr auch ?“  - „HELAU -  BYE BYE“.

16 Jugendliche waren als Steuerbürger mit Spitzhüten, 2 als Finanzbeamte, die die Steuern mit Nachdruck per Peitsche einzutreiben hatten und 1 Jugendlicher zusammen mit Manfred als Bänker maskiert. Unserer Bitte entsprach die Familie Hubeny und bastelte mit uns die Hüte der „Bürger“ aus unserem Vorrat an Druckerpapier; für die Finanzbeamten die Zylinderhüte „Finanzamt“ und die „Peitschen“. Die mehrtägigen Bastelarbeiten fanden übrigens in der ungeheizten KFZ-Halle bei aussen minus 2 Grad Celsius statt! Das KFZ wurde an der Front mit dem Schriftzug „Spenden für Banken in Not“ und links und rechts zum Verständnis mit dem Anblick der ungeheueren Summe in Zahlen „100.000.000.000 € -  verbrannt !“ versehen.

Munter wurde Papier, Karton, Tapeten und Holz verarbeitet. Es wurde geschnitten, geleimt, tapeziert, gestrichen und gehämmert. Ohne Wurfmaterial kommt nur halbe Stimmung auf; deshalb erstanden wir etliche Kilo Bonbons, die erst mal von uns selbst zwischendurch auf Geschmack bei "Bonbonproben" getestet wurden.

Endlich ging es am Faschingssonntag Mittag in Richtung Bruck Kirche zur Startaufstellung. Dort hatten wir noch genügend Zeit, das Gespann mit Luftballons und -schlangen zu schmücken, wie auch noch zum Schminken und einer letzten Stärkung.

Fahrer war übrigens unser Vorsitzender Christoph, die geforderten Aufsichtskräfte stellten unsere Heike und Andres.

Schnell wurde noch das dreifache „WASSERWACHT - HELAU“ eingeübt, dann ging es um 14 Uhr los. Die Zuschauer wurden zur zum kräftigen "HELAU" heraus gefordert und dafür mit einem Bonbonregen belohnt. Erfahrungsgemäß bewährte es sich, die Ausgabe der Bonbons in Rationen einzuteilen, damit sie über die gesamte Strecke reichten. Unterwegs jubelten uns auch Verwandte und Bekannte zu. Selbst Jecken an Fenstern, die uns applaudierten, konnten unsere Bonbons in ihrem Wohnzimmer aufsammeln. Von Anfang bis Ende war der Umzug eine Gaudi. Nach etwa zwei Stunden war der Zug die Strecke durch. Das Laufen, Bonbonwerfen und HELAU hielt uns warm; die Kälte war nicht zu spüren.

Zurück im BRK wurde gemeinsam und damit rasch vom Kernpersonal die gesamte Maskerade wieder demontiert und die Fahrzeuge gereinigt. Damit waren wir gegen 17 Uhr fertig und jeder stürzte sich in sein eigenes Faschingsvergnügen.

 

Darauf ein dreifaches "Franken  - HELAU !"