Flensburg Solitüde

 

Zeltlager  Pinneberg

Alles fing mal wieder ganz harmlos an. Eigentlich. Nur für mich war Alles neu. Das erste Pinneberger Zeltlager bei dem ich zu Gast war. Standesgemäß im Erlanger Bus und mit Erlanger Schriftzug auf dem Hemd angekommen.

Aber soo anders war es auch wieder nicht. Denn im Grunde genommen merkte ich an vielen Details deutlich, dass man sich Gedanken darüber gemacht hatte. Und dass es bei der Wasserwacht Pinneberg nach wie vor gute Grillmeister gibt, ist sowieso hinlänglich bekannt.

Freizeittechnisch war kein enges Korsett geschnürt worden. Alle konnten selbst entscheiden, was sie wann tun oder lassen wollten. Sehr gelegen kam es da natürlich, dass zufällig an diesem Wochenende „Remmidemmi" in Flensburg war. Für die Einen also Freitagabend „Paadi inne" (Party in der) Stadt. Für die Anderen Lagerfeuer am Platz. Mit viel Romantik, Verbalkommunikation (man könnte wohl auch klönen sagen) und Gelächter. Und natürlich gutem fränkischem Bier. Diesmal von einem ungenannt bleiben wollenden privaten Sponsorenteam aus Erlangen gestiftet. Ein dreifach „Patsch nass".

Am nächsten Tag ausgedehnte Fress- und Erlebnismeile in der Fußgängerzone der beeindruckenden Altstadt von Flensburg So brauchte niemand Mittagessen zu kochen und jeder konnte essen was das Loch im Magen und der Geldbeutel so hergaben. Nicht nur ein leckeres Fischbrötchen mit frischem Matjes ist dort durch meinen Schlund gerutscht. Hmmmm... Und original dänisches Softeis. Lecker, lecker, lecker. Aber nicht gleichzeitig!

Durch Manfreds Verhandlungsgeschick hat die Gruppe der ich mich angeschlossen hatte danach noch das Wasserschloss im nahen Glücksburg kostenlos besichtigt. Obwohl das sonst gutes Geld kostet. Die Schlossherrin ist (oder war?) Vorsitzende des DRK Landesverbandes Schleswig-Holstein. Na ja, Manni ist ja „nebenbei" auch Pinneberger, da fühlte er sich wohl für die Freizeitorganisation des Lagers mitverantwortlich. Und wer kann die Leute sonst so in Grund und Boden schnacken, dass sie denken, „wieso bin ich nicht von allein darauf gekomMen?"

Die andere Gruppe hat den Katzensprung nach Dänemark gemacht. Wusstet ihr eigentlich warum Katzen 4 Beine haben? Na die vorderen 2 zum laufen und die hinteren 2 zum bremsen. Das kann euch jeder Biolüger bestätigen. Was die da so alles in Dänemark getrieben hat (die Gruppe, nicht die Katze), ob die Frechdachse Pölser verputzt oder Dannebrogs geklaut haben weiß ich allerdings nicht. Auch ob man sie in Zukunft wieder rein lässt entzieht sich meiner Kenntnis. Ich möchte es bezweifeln.

Ich glaube Hanjo blieb als Einziger die ganze Zeit im Lager um zu schuften. Danke Hanjo. Na und die Dauerschachspieler, Taucher, Muschel- und Steinesucher, Lagerfeuerschürer, Kaltwasserschwimmer, Mittagsstundenhalter und sogar die Windsurfer sind sowieso auf ihre Kosten gekommen. Kaum erwähnenswert, da bei uns bekanntlich Jahr für Jahr selbstverständlich, das tolle Wir- Gefühl. Die Wiedersehensfreude mit meinen altbekannten und trotzdem neuen Kameradinnen und Kameraden war riesig.

Ich freue mich schon wieder auf euch.  Dann in Neuses. In unserem Zeltlager. Da verrate ich den Unwissenden was denn nun bitte schön ein Pölser ist. Vielleicht ein Polster? Aber wie verputzt man Polster? Fragt mal Sonja, die lernt Malerin und kennt sich mit verspachteln und verputzen aus. Aber was zum Kuckuck ist ein Dannebrog? Warum zum Diesen und Jenen muss man die klauen? Habe ich mich verschrieben und es heißt nicht klauen sondern kauen? Dann wäre ein Dannebrog vielleicht eine besondere Art dänisches Brot? Auflösung im Zeltlager. Ein weiterer Grund mitzukommen. Fragt einfach nach, wann aufgebaut wird. Ab da ist dieses einmalige Wir-Gefühl im Zeltlager angesagt. Echt.

Viele Grüße von eurer Außenstelle Nord schickt euch Wolfgang