LOFER-1

 

 

Eine Aufgabe der Einsatzgruppe Fließwasserrettung der Wasserwacht Erlangen

dieses Jahr in Lofer ( Österreich )Absicherungen der Rennen:

 

Die Wasserwacht Erlangen mit 20 Wasserretter zur Absicherung des

Internationales Preisgeldrennen

 Lofer-Rennens an Christi-Himmelfahrt 2010

An den Tagen des Christi-Himmelfahrt Wochenendes 2010 fanden in Lofer zwei Slalomrennen statt: am Freitag Internationaler Kanuslalom C, am Samstag das Kanu A/B-Ranglistenrennen.

Für beide Rennen musste für die Wasserrettung gesorgt werden. Verantwortlich dafür waren das BKV-Lehrteam und die Wasserwacht Erlangen unter der Leitung von Peter Rygus. Am Donnerstag wurde die Strecke begutachtet und die Springersicherung geübt . Nach dem Weißwurst-Frühstück zogen wir die noch trockenen (*freu*) Neoprenanzüge, Schwimmwesten und Helme an und teilten uns in 2 Gruppen auf, so dass beidseitig des Saalach Ufers trainiert werden konnte: Springersicherung, Wurfsack werfen, Opfer (in Panik) spielen, mit und gegen die Strömung schwimmen, sich retten lassen, etc.

Am Nachmittag wurde während des Freien Trainings die Slalomstrecke gesichtet und drei markante Spingersicherungspunkte festgelegt: links und rechts nach dem „Sprung“g sollte jeweils ein Team Position einnehmen und die dritte Gruppe sicherte schließlich die „Außenkurve“g, die letzte große Kurve nach dem Ziel, ab.

Freitag der erste Wettkampftag: Die gültige Streckenführung für dieses Rennen wurde Donnerstag Abend bekannt gegeben. Da der Wasserstand über Nacht durch starke Regenfälle um etwa 30 cm zunahm, musste die Vormittagsgruppe rechtzeitig zur Rennstrecke um zu überprüfen ob die ursprünglich geplanten Springer-Steine noch als Sprung-Steine geeignet waren oder nicht. Zwei der drei Gruppen mussten sich schließlich neue Steine zum Absprung sowie Kehrwässer suchen. Der erste Teil des Wettkampfs verlief für die Rettungsmannschaften relativ anspruchslos. Die Slalomfahrer paddelten so gut, dass niemand aus dem Boot ausstieg. Nur die eine oder andere Eskimorolle war zu erleben. Nach einer kurzen Mittagspause wurden sowohl die Springer als auch die Paddler der Vormittagsgruppe durch die Nachmittagsgruppe abgelöst. Die zweite Schicht hatte dann doch etwas mehr zu tun als die erste. Ein Slalomfahrer schwamm. Dieser konnte sich selbst ans Ufer retten, lediglich das führerlose Boot erzwang einen Springereinsatz. Aufgrund der immensen Kraftwirkung des Wassers konnte das Boot vom ersten Springer nicht gehalten werden. Ein weiterer Springer (Außenkurve) versuchte das Boot zu erwischen. Er bekam es auch zu fassen, musste es aber wieder los lassen, da er mit dem Kajak in einer Welle hing und unter Wasser gedrückt wurde. Da es nicht gelang den Springer mit Boot aus der Welle zu ziehen, ließ dieser ￿bereits eine Weile unter Wasser ￿zunächst das Boot frei und löste schließlich seinen Panikgurt. Er schwamm die ersten Meter der Teufelsschlucht. Nach einigen heftigen Stromschnellen bekam er kurz vor der Teufelssteg-Brücke einen kleinen Felsen zu fassen und konnte sich selbstständig ans Ufer retten. Ein Paddler war zur Rettung in Reichweite. Das Boot des geschwommenen Slalomfahrers wurde schließlich auch von einem Paddler geborgen. Nach dieser aussergewöhnlichen Aktion verlief der Rest des Wettkampftages wieder ruhiger.

Samstag morgen fand das Kanu A/B-Ranglistenrennen statt. Für dieses Rennen wurden  die Tore umgesteckt, was einen anspruchsvolleren Parcours ergab. Bereits vor dem eigentlichen Rennen musste ein Slalomfahrer von einem Paddler der Rettungsgruppe gerettet werden. Am Vormittag Rennen kenterten und schwammen zwei Wettkampfteilnehmer. Beide Male befanden sich die Schwimmer nach ihren Rollversuchen sehr nahe am Ufer und konnten, unterstützt von einem Paddler, sicher an Land gebracht werden. Samstag nachmittags schwammen erneut zwei weitere Fahrer. Der eine klagte über Schmerzen am Arm, der andere hatte eine offensichtliche Platzwunde am Kopf. Zusammendfassend ist zu sagen, dass die Wettkämpfe ohne größere Unfälle vonstatten gingen und jeder Schwimmer, sowie jedes Boot und Paddel zügig aus dem Wasser und ans Ufer gebracht werden konnten. Am Samstag Abend fand für alle Helfer der Wasserrettung ein abschließendes und gemeinsames Essen am Zeltplatz statt. Der gemütliche Teil nützte jedem sich untereinander besser kennen zu lernen und mal nicht auf die Uhr zu schauen, wann es ins Bett ging. Nach dem Frühstück am Sonntag begann die Erholung: einige beschlossen paddeln zu gehen, andere zogen es vor lieber gleich Schwimmen zu gehen. Manche paddelten direkt vom Campingplatz die Saalach runter über die Slalomstrecke und die komplette Teufelsschlucht ging es bis hinunter nach Unken. Eine weitere Gruppe befuhr die Saalach auf der Strecke von Au bis Unken und begleiteten dort die Schwimmer auf ihrer wahrlich aufregenden Tour durch das Auer Loch bis Reith. Nach dem Räumen des Zeltplatzes versammelten sich die Helfer der Wasserwacht und Peter Rygus in der Gaststätte am Campingplatz und stärkten sich für ihre Heimreise.

 

 

http://www.lofer-rennen.de/links.htm

ausruestungshandbuch.de/blaetterkatalog/pdf/save/bk_304.pdf

http://www.salzburger-saalachtal.info/de-kajak-rafting-wettbewerb.htm

www.kvberchtesgaden.brk.de/index.htm?/wasserwacht.php

www.wasserwacht-badaibling.de/p2259/Flie?+gewaesserrettung.html

www.wsa-s.wsv.de/downloadbereich/pdf/dlrg.pdf

www.fliesswasserretter.de/