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41. Donauschwimmen 2010 Neuburg/Donau
Mehr als 1.600 wagemutige Hobbyschwimmer und Wasserwachtler haben sich am Samstag ins eisige Wasser der Donau in Neuburg gestürzt. Viele wappneten sich für die vier Kilometer lange Strecke mit Neoprenanzügen, einige waren zusätzlich verkleidet. Manchen reichte aber auch die Badehose. Bei einer Wassertemperatur von 2,1 Grad und einer Lufttemperatur um den Gefrierpunkt sind am Samstag 1.649 unerschrockene Schwimmer aus ganz Deutschland bei Neuburg in die Donau gestiegen. Hier findet jedes Jahr das größte Winterschwimmen Europas statt. Vier Kilometer legten die Hobbyschwimmer zusammen mit einigen Wasserwachtlern vom Einstieg im Ortsteil Bittenbrunn bis zum Ruderclub Neuburg zurück. Die sogenannten "Eisbären" schwammen ohne Neoprenanzug und mussten "nur" eine 500 Meter lange Kurzstrecke meistern.
Begleitet wurden die winterlichen Wassersportler von Rettungsbooten, deren Besatzungen bei Problemen schnelle Hilfe leisten konnten.
Faschingszug im Eiswasser
Das Neuburger Donauschwimmen gleicht jährlich einem großen Faschingszug in und auf der Donau. Die meisten Schwimmer tragen bunte Kostüme oder treiben mit aufwendig selbst gebastelten Objekten in den Fluten. So wurden in den letzten Jahren zum Beispiel ein Teilnehmer nebst schwimmendem Lagerfeuer, ein schwimmender Schneemann aus Pappe und viele weitere Kunstwerke in der Donau bei Neuburg gesichtet.Zu den Mutigen, die selbst ins eiskalte Wasser steigen, gesellen sich jedes Jahr Tausende feierfreudige Zuschauer, die das Spektakel vom Ufer aus verfolgen. In diesem Jahr feuerten rund 3.000 Zuschauer die Sportler vom Ufer aus an. Das erste Donauschwimmen fand 1970 statt - als Eistest von acht Wasserwachtlern aus Neuburg. Doch schnell wurde aus der durchaus ernst gemeinten Aktion ein Riesenspaß für die ganze Region und darüber hinaus.
Manfred Seeberger
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